26. Oktober 2010 – Too much snow over paradise

Heute war einer dieser Tage, die man erlebt haben muss, damit man mitreden kann. Seit Ende letzter Woche stand fest, dass es ergiebige Schneefälle in Tirol geben wird. Wieviel genau und wohin die meisten Schneefälle dann kommen, war nicht bekannt. Die Zahlen schwankten, die Prognosen wurden ständig geändert, von 20cm bis einem Meter Neuschnee war alles dabei. Bis es dann soweit war. Sonntag Abend – einsetzender Schneefall. Bis Montag Abend schneite es durch – auf den einschlägigen Wetterseiten wurden die meisten Schneefälle Richtung Zillertal ausgewiesen und auch via Facebook wurde vom Hintertuxer Gletscher öfters die aktuelle Neuschneemenge verkündet. Seit dem stand fest – es wird ein wahnsinniger Skitag.

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Aber einen Meter Neuschnee – wirklich einen Meter Neuschnee? Gibts denn sowas? Ja, das gibt es tatsächlich. Ab Mayrhofen wurde die Schneedecke immer höher, die Bäume immer unerkenntlicher und von manchen Autos war gar nichts mehr zu sehen. Ich habe noch nie soviel Neuschnee auf einem Haufen erlebt und weiß jetzt, was das bedeutet. Es ist schlichtweg zu viel.

TOO MUCH SNOW OVER PARADISE

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Bei jedem Versuch, in den Tiefschnee zu gieren, wurde ich abprubt durch tiefes Einsinken in den einen Meter hohen Neuschnee gestoppt. Selbst in den steilsten Hängen war es einfach nicht möglich Schwünge anzusetzen, da man dann stecken blieb. Die einzige Möglichkeit, abseits zu fahren, bestand darin, immer wieder etwas mehr zu „zerpflügen“, um dann irgendwann mit den breiten Freerideskier mit etwas Geschwindigkeit ordentlich durchzublockern. Was anderes war nicht möglich.
So war es auch kein Wunder, dass den ganzen Tag die Olperer Lifte geschlossen blieben. Der massige Neuschnee konnte einfach nicht in der kurzen Zeit so verdichtet werden, dass man heute richtige Pisten präparieren konnte. Dazu kam noch ein ganz eisiger und richtig starker Wind, der sogar den Gletscherbus 3 ordentlich ins Schwanken brachte. So blieb nach einiger Zeit und ein paar gescheiterten Versuchen nichts anderes übrig, als bei EINEM METER NEUSCHNEE auf der „abgesteckten Skifläche“ zu bleiben.

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Nach einigen Fahrten auf dem Gletscherplateau wurde es schlichtweg einfach zu kalt, um weitere Versuche im Monsterneuschnee zu starten. Wir beschlossen die Mittagspause vorzuverlegen und bereits um 10:30 einzukehren. Dabei machten wir uns Gedanken, wie wir diesen einmaligen Powder doch noch zu unseren Gunsten nutzen könnten. Wieso fahren wir eigentlich nicht einfach im Tal?
Bei 1 Meter Neuschnee ist einfach alles möglich und auf einem Wiesenhang reicht bekanntlich schon viel weniger um die ersten Spuren zu ziehen. Also ging es wieder back to the valley zur Sektion 1. Talabfahrt. Was für ein Erlebnis! Bitte nicht vergessen – wir schreiben den 26. Oktober 2010!

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Der absolute Wahnsinn! Selbst in einer Höhenlage von 2000 – 1500 Meter war der Tiefschnee ohne vorherige „Bearbeitung“ einfach nicht zu fahren. Es lag schlichtweg zu viel Schnee. Ich habe nie geglaubt, dass ich das mal sagen werde, aber ein halber Meter ist genug! 😉

Doch dann passierte etwas, was meinen sonst so einmaligen Wintertag am 26. Oktober einschneidend verändern sollte. Allerdings möchte ich es nicht in Worte fassen, und so seid ihr hier herzlich eingeladen, folgendes Bilderrätsel zu lösen und meinen Monsterpowder-Schneetag zu beenden: Was ist passiert?

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